31. Dez. - Buenos Aires - Bolivar   Route in Google Earth










Sylvester

Unser Zimmer ist total vollgestopft mit all unserm Gepäck. Die Schlafsäcke lüften im Foyer, die Töffklamotten hängen an der Vorhangstange. Auf dem Weg zum Badezimmer überquert man grosse Alukoffer, Zelt und Luftmatratzen. Die Regenkleidung ist auf dem Tisch und die Batterien der Kameraausrüstung und Handys werden geladen. Wir machen uns schon früh ans Packen. Alles hat seinen speziellen Platz. Erstaunlich wie viel man in diese zwei Koffer und Gepäckrollen kriegt.

Unser Gepäck verstopft den Eingang zum Hotel und ich hole das Motorrad aus der Parkgarage. Die Strassen sind leer, die Geschäfte fast alle geschlossen. Wir packen unsere sieben Sachen (2 Alukoffer, 2 Packtaschen, 2 Gepäckrollen und ein Tankrucksack) auf dem Motorrad, montieren die Navigation und winken dem duzend Zuschauern auf Wiedersehen. Wir fahren zur Avenida 9 de Julio (Die grosse Hauptstrasse) und weiter Richtung BMW Argentinien. Unterwegs müssen wir mehrmals an Zahlstellen anhalten um die Maut zu begleichen. diese Zahlstellen sind ein reiner Horror. Der Boden ist von den vielen Öltropfen der vielen Autos und LKWs schwarz und wie Schmierseife, ich habe jedes Mal richtig gebiebert. Adi hat uns noch in einer verspiegelten Scheibe geknipst.

Nur wenige km ausserhalb von Buenos Aires hat uns die Weitläufigkeit dieses Landes erfasst. Am Strassenrand steht ein Schild "über 100km bis zur nächsten Tankstelle". Die Felder links und rechts werden immer grösser, die Ortschaften immer seltener. Gelegentlich sieht man einen Feldweg zu einer Estancia abbiegen. Sonnenblumen, Rinder, Getreide und Brachland, der Horizont ist schnurgerade und der Himmel tiefblau. Die Strassen sind gut und bieten links und rechts viel Platz zum Anhalten und unter Eukalyptus Bäumen zu Picknicken.

Schon bald kommen wir in Bolivar an. Hier wollen wir Sylvester feiern. Im Hotel wird uns mitgeteilt, dass um 9 Uhr abends alle Mitarbeiter nach Hause gehen um Neujahr mit der Familie zu feiern. Ab 1 Uhr früh seien sie wieder da. Adi und ich schauen uns in der Ortschaft ein wenig um und beeilen uns mit dem Abendessen, da alle Restaurants die gleiche Regelung haben. Zurück im Hotel fühle ich mich schwach und nehme eine Dusche. Ein Schüttelfrost überkommt mich und ich friere trotz ganz heisser Dusche. Dann lege ich mich ins Bett, Schwitze alle Tücher nass und schlafe wie ein Engel ins Neue Jahr.

 

    Alle Bilder, Texte und Verfahren dieser Site stehen unter Copyright. erstellt von http://www.www4you.ch